Statuten

Rechtsstellung

1 Der Turnverein Marbach bildet einen Verein im Sinne von Art. 60 ff ZGB mit Sitz in Marbach.

2 Er ist Mitglied folgender Körperschaften
Kreisturnverband Rheintal
Kantonalturnverband St. Gallen
Frauenturnverband St. Gallen
Schweizerischer Frauenturnverband
Eidgenössischer Turnverein
Turnhilfskasse des ETV

und anerkennt deren Statuten und die sich daraus ergebenden Pflichten und Rechte.

3 Für die Verpflichtung des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen.

Zweck

4 Der Verein unterstützt und fördert die sportliche Betätigung seiner Mitglieder, indem er einen geregelten Sportbetrieb organisiert und die dazu nötigen Hilfsmittel beschafft.
Zusätzlich setzt er sich mit geeigneten Massnahmen für die sportliche Entwicklung der
Jugendlichen in der Gemeinde ein.

Mitgliedschaft

5 Die Mitglieder werden in folgende Kategorien eingeteilt
Aktivmitglieder
Ehrenmitglieder
Passivmitglieder

6 Aktivmitglied kann werden, wer folgende Voraussetzungen erfüllt
Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte
obligatorische Schulpflicht erfüllt

Vom Bewerber kann eine der Aufnahme vorangehende dreimonatige Teilnahme bei der
turnerischen Tätigkeit des Vereins verlangt werden.

Die Aktivmitglieder sind in folgende Riegen eingeteilt
Damenriege
Frauenriege
Turnerriege
Männerriege

7 Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die sich um das Sportwesen im
Allgemeinen oder um die vom Verein angestrebten Ziele im Besonderen verdient gemacht
haben.
Die Ehrenmitglieder sind von sämtlichen Vereinspflichten enthoben, geniessen aber die
gleichen Rechte wie Aktivmitglieder.

8 Als Passivmitglieder werden Freunde und Gönner des Vereins aufgenommen, die sich ur
Leistung des jährlichen Passiven-Beitrags verpflichten. Die Aufnahme erfolgt auf formloses
Gesuch hin durch den Vorstand.

Den Passivmitgliedern steht kein Stimmrecht zu. Sie haben aber Zutritt zu sämtlichen
Veranstaltungen des Vereins und dort das Diskussionsrecht. Sie erhalten keine persönlichen Einladungen. Soweit vom Verein bei Veranstaltungen ein Eintrittsgeld erhoben wird (speziell bei Wettkämpfen), müssen dies die Passivmitglieder ebenfalls entrichten; über die Höhe entscheidet der Vorstand von Fall zu Fall.

9 Der Wechsel vom Passiv- zum Aktivmitglied erfolgt auf persönlichen Wunsch und untersteht den gleichen Bestimmungen wie die Neuaufnahme.

Der Vorstand kann Aktivmitglieder z den Passiven umteilen, wenn solche während wenigstens einem Jahr den sportlichen Veranstaltungen seiner Riege ferngeblieben sind (Ausnahme bei Krankheit, Militärdienst und Studium).

10 Der Verlust der Mitgliedschaft kann durch Austritt oder Ausschluss erfolgen. Der Austritt muss schriftlich dem Vorstand angezeigt werden. Der Mitgliederbeitrag wird beim Austritt für das volle laufende Jahr geschuldet.

Der Ausschluss ist nur aus wichtigen Gründen möglich und muss dem betroffenen Mitglied
schriftlich mitgeteilt werden. Wenn bereits der Austritt erfolgt ist, kommt der Ausschluss nicht mehr in Frage.

Austretende oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

Organisation

11 Die Organe des Turnvereins sind
Vereinsversammlung
Vorstand
Technisches Komitee (TK)
Spezialkommissionen
Geschäftsprüfungskommission

12 Die Vereinsversammlung ist das oberste beschliessende und überwachende Organ des
Vereins. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand. Dieser hat jährlich nach Ablauf des
Vereinsjahres (Kalenderjahr) eine Vereinsversammlung einzuberufen. Die Abhaltung weiterer Vereinsversammlungen liegt im Ermessen des Vorstandes.

Die Einberufung muss zudem erfolgen, wenn ein Fünftel der stimmberechtigten Mitglieder dies verlangt.

13 Stimmberechtigt sind alle Aktiv- und Ehrenmitglieder sowie die Freimitglieder.

14 Die Vereinsversammlung ist beschlussfähig, wenn sie mindestens acht Tage vor der
Abhaltung einberufen worden ist. Geschäfte, die auf der mit der Einladung bekannt zu
gebenden Tagesordnung nicht aufgeführt sind, können behandelt werden, wenn zwei Drittel der stimmberechtigten Versammlungsteilnehmer das Eintreten beschliessen.

15 Die Beschlüsse erfolgen in offener Abstimmung, sofern nicht vom Vorstand oder einem
stimmberechtigten Mitglied geheime Abstimmung beantragt wird. Der Beschluss über
geheime Abstimmungen bedarf der einfachen Mehrheit.

16 Die Vereinsbeschlüsse bedürfen der einfachen Mehrheit, Wiedererwägungsanträge der
Zweidrittel-Mehrheit. Bei Wahlen entscheidet im ersten Wahlgang da absolute, nachher das relative Mehr.

17 Der Vereinsversammlung obliegen folgende Geschäfte Abnahme der Tätigkeitsberichte, der Jahresrechnung und des Berichtes der Geschäftsprüfungskommission Entlastung des Vorstandes und weiterer Funktionäre Festsetzung von Budget und Jahresbeiträgen
Übernahme von öffentlichen Veranstaltungen und Wettkämpfen, sofern für den Verein daraus finanzielle Verpflichtungen entstehen können Teilnahme bei Veranstaltungen und Wettkämpfen, sofern der Verein finanzielle Leistungen zu erbringen hat Wahl des Vorstandes, des Präsidenten, der Leiter von Damen- und Turnerriege sowie der Geschäftsprüfungskommission Erlass und Abänderung der Statuten und von Reglementen Abberufung des Vorstandes aus wichtigen Gründen.

Für die nachstehenden Geschäfte der Vereinsversammlung kann nur der Vorstand Antrag
stellen Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern Genehmigung der Stellenbeschreibung für den Vorstand und weitere Funktionäre Ernennung von Ehrenmitgliedern

Für die Aufnahme von Aktivmitgliedern der Männerriege steht allein der
Männerriegenkommission das Antragsrecht zu.

18 Die Vereinsversammlung muss über sämtliche wichtigen Begebenheiten des Vereinslebens informiert werden. Dazu gehört auch eine detaillierte Vorschau auf das nächste Jahr.

19 Der Vorstand besteht aus mindestens sieben Mitgliedern. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. Jeder Aktivriege steht das Vorschlagsrecht für ein Vorstandsmitglied aus den eigenen Reihen zu. Der Vorstand konsultiert sich mit Ausnahme des Präsidenten und der Leiter von Damenund Turnerriege selbst.

20 Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen und sorgt für den Vollzug der Beschlüsse der Vereinsversammlung. Er versammelt sich auf Einberufung des Präsidenten oder wenn
mindestens drei Mitglieder des verlangen.

Die rechtsverbindliche Unterschrift für den Verein für der Präsident zusammen mit dem
Aktuar, im Verhinderungsfall der Vize-Präsident für den Präsidenten und ein weiteres
Vorstandsmitglied für den Aktuar. Für bestimmte Geschäfte kann der Vorstand dem Kassier
und anderen Funktionären das Recht zur Einzelunterschrift erteilen.

21 Zur Beschlussfassung muss mindestens die Hälfte aller Vorstandsmitglieder anwesend sein. Die Beschlüsse erfolgen mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmgleichheit gilt der Antrag, für den der Präsident gestimmt hat.

Erfolgen Beschlüsse auf dem Zirkulationsweg oder durch telefonische Umfrage, so müssen
sämtliche Vorstandsmitglieder zugestimmt haben.

22 Der Vorstand ist für folgende Geschäfte zuständig Beschlussfassung in allen Vereinsangelegenheiten, die nicht ausdrücklich der Vereinsversammlung oder anderen Organen vorbehalten sind.

Entscheid in dringenden Fällen und bei unaufschiebbaren Angelegenheiten, die normalerweise der Vereinsversammlung oder anderen Organen vorbehalten sind.

23 Das technische Komitee besteht aus den Leitern von Damen- und Turnerriege sowie den
Hauptleitern der Nachwuchsbetreuung. Der Vorstand kann jederzeit weitere Mitglieder
bestimmen. Vorsitzender ist der Oberturner. Die Amtsdauer entspricht derjenigen des
Vorstandes.

Dem TK obliegt die Vorbereitung und Durchführung aller rein sportlichen Angelegenheiten. Es handelt sich im Rahmen diese Befugnisse selbstständig.

24 Auf Verlangen hin muss das TK bei jeder Vorstandssitzung über die Tätigkeiten berichten. Zuhanden von jeder Vereinsversammlung muss zudem ein Tätigkeitsbericht betreffend dem verflossenen Jahr mit einer Vorschau auf das folgende Jahr vorgelegt werden.

25 Der Vorstand kann Spezialkommissionen für besondere Aufgaben einsetzen. Er muss in
solchen Fällen die Kompetenzen genau festlegen.

26 Zur Prüfung der Geschäfts- und Kassaführung wählt die Vereinsversammlung für jede
Amtsdauer zwei Revisoren, wobei einer aus den Reihen der Frauen- oder Männerriege
stammen soll. Die GPK hat der Vereinsversammlung jährlich Bericht und Antrag zu
unterbreiten.

Finanzen

27 Der Turnverein erhebt von seinen Mitgliedern jährlich einen Beitrag zur Verfolgung des
Vereinszweckes und zur Deckung der Vereinsschulden. Die Höhe der Beträge muss im
Rahmen der Budgetierung festgelegt werden durch die Vereinsversammlung. Für die vier
Aktivriegen können die Beiträge unterschiedlich angesetzt werden entsprechend den
finanziellen Aufwendungen. Innerhalb der Riegen müssen die Ansätze hingegen gleich sein. Die Ehrenmitglieder sind beitragsfrei. Die Vereinsversammlung kann weitere Mitglieder vorübergehend von der Beitragspflicht entbinden.

Der Passivenbeitrag soll den jeweiligen Begebenheiten entsprechend angesetzt werden.
Alle Beiträge werden am 30. Juni des Beitragsjahres fällig. Der Vorstand entscheidet den
Zeitpunkt des Einzuges.

28 Weitere finanzielle Mittel können aus sportlichen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen, aus Sammlungen, Spenden usw. dem Verein zufliessen.

29 Das Vereinskapital darf nur in guten schweizerischen Vermögenswerten angelegt werden.

30 Über die Verwendung der Einkünfte entscheidet der Vorstand im Rahmen des Budgets und seiner Kompetenzen.

31 Der Vorstand verfügt über einen jährlichen freien Kredit in der Höhe eines Fünftels der
Mitgliederbeiträge.

Männerriege

32 Die Männerriege verwaltet folgende Bereiche selbstständig Ausübung und Festlegung der sportlichen Tätigkeit Rechnungswesen, soweit eigenes und vom Vereinsvermögen unabhängiges Kapital gebildet wird.

33 Die Männerriege wird für die eigenen Belange durch die Männerriegekommission vertreten.

34 Sie führt ein Reglement, worin besonders nachstehende Punkte verankert sein müssen
Mitgliedschaft beim Turnverein als Voraussetzung für die Aufnahme in die Männerriege
Beitragsleistungen an den Turnverein in der Höhe der Verbandsabgaben für die Männerturner. Keine Haftung des selbstständigen Männerriegen-Vermögens für die Verpflichtungen des Turnvereins Keine Haftung des Turnvereins für die selbstständigen Verpflichtungen der Männerriege Genehmigung des Reglements durch die Vereinsversammlung. Die Zustimmung darf nur verweigert werden, wenn rechtliche Bestimmungen verletzt oder Interessen des Turnvereins erheblich beeinträchtig werden.

Schlussbestimmungen

35 Wo diese Statuten keine Bestimmungen enthalten, sind die Statuten der Oberverbände (Art. 2) sinngemäss anzuwenden. Im Zweifelsfalle haben die Bestimmungen des Kantonalturnverbandes den Vorrang. Im Übrigen gelten die Vorschriften des Zivilgesetzbuches.

36 Bei Unklarheiten über die Interpretation oder über bestehende Bestimmungslücken
entscheidet der Vorstand unter Berufungsmöglichkeit an die Vereinsversammlung.

37 Die Abänderung der Statuten bedarf einer Zweidrittel-Mehrheit der Vereinsversammlung.

38 Zur Auflösung des Vereins bedarf es ebenfalls einer Zweidrittel-Mehrheit der
Vereinsversammlung.

Über das vorhandene Vereinsvermögen muss in einem solchen Fall ein detailliertes
Verzeichnis erstellt werden.

Der letzte Vorstand muss dem Kantonalturnverband St. Gallen ein Verzeichnis über das
Vereinsvermögen, die Schlussabrechnung und ein Schlussbericht zustellen.

39 Allfällige Vermögenswerte müssen der Politischen Gemeinde Marbach zur Verwaltung
übergeben werden zuhanden eines sich später in Marbach bildenden Vereins mit gleichem
Charakter, der wiederum dem eidgenössischem Tunverein angeschlossen sein muss.

40 Die Aufgrund der alten Statuten zu Freimitgliedern ernannten Personen verlieren nach Ablauf von fünf Jahren seit dem Inkrafttreten dieser neuen Statuten ihre Sonderrechte, sofern sie nicht ausdrücklich gegenüber dem Vorstand erklären, dass sie diese beibehalten möchten. Auf die Freimitgliedschaft verzichtende Personen können nach eigenem Wunsch den Aktiv oder Passivmitgliedern zugeteilt werden.

41 Bei statuten- oder gesetzwidrigem Verhalten des Vereins steht jedem Mitglied der
Zivilprozessweg offen. Die Verwirkungsfrist beträgt einen Monat.

42 Diese Statuten ersetzen jene vom 17. März 1934. Sie treten nach der Genehmigung durch den Kantonalturnverband St. Gallen und durch den Frauenturnverband St. Gallen in Kraft.

Die vorstehenden Statuten sind in dieser Fassung an der Jahreshauptversammlung vom 17. Januar 1975 aufgenommen worden.

FÜR DEN TURNVEREIN MARBACH
Der Präsident             Der Aktuar
Heini Kobelt                Umberto Epper